Newbornshooting vorbereiten: Die vollständige Checkliste
Wie bereitet man ein Newbornshooting richtig vor?
Eine gute Vorbereitung soll euch Sicherheit geben, aber keinen zusätzlichen Stress verursachen. Ihr müsst weder eure gesamte Wohnung umgestalten noch den Tagesrhythmus eures Babys verändern.
Die wichtigsten Punkte sind schnell zusammengefasst: Kleidung bereitlegen, Nahrung und Windeln griffbereit halten, persönliche Wünsche besprechen und genügend Zeit ohne Anschlusstermin reservieren.
Eine Woche vor dem Shooting
Klärt mit dem Fotografen:
- endgültige Uhrzeit
- Adresse
- Parkmöglichkeit
- Homeshooting oder Studio
- teilnehmende Personen
- Alter der Geschwister
- gewünschte Bilder
- Veröffentlichungserlaubnis
- gesundheitliche Besonderheiten
- vorhandene Accessoires
Wenn ihr ein Homeshooting plant, könnt ihr Handyfotos von Wohnzimmer, Schlafzimmer und Babyzimmer schicken. So lässt sich das Licht vorab grob einschätzen.
Kleidung vorher auswählen
Legt die Outfits aller Personen nebeneinander.
Prüft:
- Passen die Farben zusammen?
- Sind große Logos sichtbar?
- Ist die Kleidung bequem?
- Kann die Mutter unkompliziert stillen?
- Gibt es ein Ersatzoberteil?
- Kann das Geschwisterkind sich bewegen?
- Ist der Babybody leicht zu wechseln?
Bügelt oder dämpft stark zerknitterte Kleidung bereits am Vortag.
Welche Dinge solltet ihr bereitlegen?
Für das Baby
- Windeln
- Feuchttücher oder Wasser und Tücher
- Wickelunterlage
- mehrere Spucktücher
- Ersatzbody
- Decke
- Schnuller, falls genutzt
- Nahrung beziehungsweise Stillzubehör
- persönliche Accessoires
- Medikamente nur entsprechend medizinischer Vorgabe
Für die Eltern
- Ersatzoberteil
- Wasser
- kleiner Snack
- Haarbürste
- Make-up zum Auffrischen
- Fusselrolle
- Haargummis für außerhalb der Bilder
- bequeme Kleidung für Pausen
Für Geschwister
- saubere Snacks
- Wasser
- Lieblingsspielzeug
- Buch
- Ersatzkleidung
- vertraute Betreuungsperson
Muss die Wohnung aufgeräumt sein?
Nein. Für das Shooting werden nur ausgewählte Bereiche benötigt.
Konzentriert euch auf:
- Nachttische
- sichtbare Kabel
- Verpackungen
- Wäsche
- auffällige Flaschen
- Gegenstände auf dem Sofa
- sehr unruhige Dekoration
Alles kann vorübergehend in einen Korb oder ein anderes Zimmer gelegt werden. Der Fotograf kann außerdem Perspektiven verändern und störende Bereiche aus dem Bild lassen.
Licht und Vorhänge
Öffnet Vorhänge und Rollläden in den möglichen Räumen. Schaltet nicht automatisch jede Deckenlampe ein. Unterschiedliche Lichtfarben können unruhige Hauttöne erzeugen.
Der Fotograf entscheidet vor Ort, ob Tageslicht, vorhandenes Licht oder zusätzliche Technik genutzt wird.
Raumtemperatur
Wenn das Baby teilweise unbekleidet fotografiert werden soll, sollte es im Raum angenehm warm sein. Überhitzt den Raum jedoch nicht.
Achtet auf das Baby:
- Schwitzen
- sehr warme Brust
- auffällige Rötung
- Unruhe
- ungewöhnliche Müdigkeit
Direkte Heizgeräte gehören nicht unbeaufsichtigt neben das Baby.
Füttern vor dem Shooting
Ihr könnt das Baby normal nach seinen Bedürfnissen füttern. Verzögert keine Mahlzeit, nur damit sie genau zum Shootingbeginn passt.
Plant damit, dass es kurz vor oder während des Shootings erneut trinken möchte. Still- und Fütterpausen gehören zum Ablauf.
Soll das Baby vorher wach bleiben?
Nein. Verändert den Schlafrhythmus nicht künstlich. Übermüdung kann zu mehr Unruhe führen.
Wenn das Baby bei unserer Ankunft schläft, beginnen wir ruhig. Ist es wach, nutzen wir zunächst diese Phase.
Persönliche Gegenstände auswählen
Wählt höchstens wenige bedeutungsvolle Dinge:
- Decke von den Großeltern
- erstes Kuscheltier
- Namensschild
- handgestricktes Outfit
- besonderes Familienerbstück
- kleines Erinnerungsstück aus der Schwangerschaft
Zu viele Accessoires können das Baby und die Bildwirkung überladen.
Wünsche priorisieren
Schreibt nicht jede mögliche Aufnahme aus dem Internet auf. Formuliert lieber drei Prioritäten:
- Welches Bild ist euch am wichtigsten?
- Welche Personen sollen unbedingt gemeinsam fotografiert werden?
- Welche Stimmung soll die Galerie haben?
Der Fotograf kann diese Wünsche mit dem tatsächlichen Verhalten des Babys verbinden.
Sicherheit während des Shootings
Grundsätzlich gilt:
- Das Baby wird niemals unbeaufsichtigt gelassen.
- Es liegt nicht ungesichert auf erhöhten Flächen.
- Die Atmung und Hautfarbe bleiben sichtbar.
- Keine Position wird gegen Widerstand erzwungen.
- Requisiten müssen stabil sein.
- Eltern bleiben bei Bedarf direkt daneben.
- Das Wohlbefinden ist wichtiger als eine Bildidee.
Dekorierte Fotosituationen sind keine Empfehlung für den späteren Schlaf. Für sicheren Babyschlaf gelten insbesondere Rückenlage, eine geeignete eigene Schlaffläche und eine Umgebung ohne lose Kissen, Decken oder Kuscheltiere.
Was tun bei Krankheit?
Informiert den Fotografen, wenn das Baby oder ein anderes Familienmitglied krank ist. Ein Termin lässt sich verschieben – die Gesundheit nicht.
Bei Fieber oder auffälligem Verhalten eines jungen Säuglings solltet ihr medizinischen Rat einholen. In den ersten Lebensmonaten gilt bereits eine Temperatur ab 38 °C als dringend abklärungsbedürftig.
Checkliste am Vorabend
- Kleidung liegt bereit.
- Ersatzkleidung ist vorhanden.
- Windeln und Spucktücher sind griffbereit.
- persönliche Gegenstände sind ausgewählt.
- Räume sind grob vorbereitet.
- Fotograf kennt Adresse und Parkmöglichkeit.
- Geschwisterbetreuung ist geklärt.
- der Zeitraum nach dem Shooting bleibt frei.
- eure wichtigsten Wünsche sind notiert.
- der normale Rhythmus des Babys bleibt unverändert.
Ihr müsst keinen perfekten Tag herstellen
Ein Newbornshooting darf den echten Familienalltag enthalten. Stillpausen, Unruhe, Müdigkeit und kleine Missgeschicke gehören dazu.
Unser Ziel ist nicht Perfektion, sondern eine ruhige und liebevolle Erinnerung an eure erste gemeinsame Zeit.
